CRANIO / VISZERAL / FASZIENTHERAPIE
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KURSMODULE DER

 

Gut geeignet aber nicht zwingend als Einstiegskurs in die  FASCIATHERAPIE

ALS MODUL AUCH WEITERHIN IN DER KURSREIHE CRANIOSACRALTHERAPIE ENTHALTEN



- PFN - 

PARIETALES FASZIEN-NETZWERK und dessen Gurtungsbahnen

  • Therapeutische Prinzipien und Grundhaltung
  • Spannungsverwaltung über Tensegrity: Posturale Einflüsse auf die äussere und innere Balance
  • Funktionell-dynamische Anatomie und physiologische Funktionsweise der Faszien als körperweit spannungsverwaltendes Netzwerk und Kommunikationsebene
  • Funktionelle Zusammenhänge entfernt liegender aber miteinander vernetzter Strukturen
  • Myofasziale Brücken im Kontext der Verteilung von Belastungen
  • Halsfaszien: Haltungsorganisation und psychoemotionaler Ausdruck
  • Fokussierung und Fazilitation der Interozeption
  • Fluide Dynamik und Pulsatilität
  • Aufbau des Fasziennetzes, Tensegrität als Bauprinzip
  • Knöcherne Brücken - Fasziale Gurte: Kompressive Elemente und ihre Spannungslinien
  • Sehnenentzündungen, Verletzungen, Bursitiden: Myofasziale Spannungssyndrome
  • Spannungszüge durch den Körper verfolgen: sinnvolle Behandlungskombinationen erstellen
  • Strukturelle Fasziengurtungen und propriozeptive Spannungssteuerung
  • Regionale Anatomie der Septen und Kompartments
  • Kompensationsketten-Analyse, Myofasziale Release-Techniken
  • Positional Release und Fazilitiertes Positional Release ,BLT

Die gezielte und sanfte Behandlung des faszialen Bindegewebes spielt in der funktionellen wie in der strukturellen Behandlung unserer Klient*innen eine zentrale Rolle. Schon der Begründer der Osteopathie, Andrew Tylor Still, auf den jede Art der Behandlung der Faszien zurückgeht, sah die ausgewogene Spannung der Faszien, die sich u. A. auch in der Intensivierung des freien Strömens der Körperflüssigkeiten und des Atems zeigt, als primäre Zielsetzung jeder Behandlung. In dieser Tradition haben sich viele unterschiedliche Ausprägungen der Arbeit mit den Faszien entwickelt: sehr sanfte Methoden wie in der Cranialen Arbeit bis hin zu eher manipulativen Ansätzen. Die funktionelle Ausprägung der Therapie von Faszien ist sanft und doch sehr spezifisch auf die lösende Kommunikation mit den Händen ausgerichtet.
Wir vermitteln in diesem Kurs die sanfte, indirekte Arbeit über die Behandlung der Faszien mittels feinfühliger Techniken, die in der Praxis erprobt sind. Diese ergänzen das bestehendes Therapiespektrum um einen wertvollen und wirkungsvollen Aspekt. Die Spannungsverwaltung der kollagenen Vernetzung wird in ihren weitreichenden funktionellen Gurtungsbahnen quer durch den Bewegungsapparat hindurch anschaulich vorgestellt. «Tensegrity» lautet das Konzept der «Spannungs-Ganzheit» - also ausgewogene Faszienspannung des ganzen Körpers als Voraussetzung für Selbstregulationsvorgänge. Dies führt zu einem noch gezielteren individuellen Arbeiten und zur Auflösung von dysfunktionalen Kompensationsketten zum Wohle der Klient*innen: der Körper der Klient*innen speichert und erinnert alte Verletzungen und Traumata und organisiert sich um sie herum – Sie als Therapeut*in neutralisieren diese zu Grunde liegenden Spannungsmuster und unterstützen die Selbstregulation.
In diesem Kurs lernen Sie faszientherapteutische Techniken für Befund und Behandlung in Ihre bisher schon angewandte therapeutische Herangehensweise zu integrieren. Sie verstehen die funktionell-dynamische Anatomie der langen Gurtungsbahnen im Bewegungsapparat und die pathophysiologischen Vorgänge innerhalb der Zielstruktur – der körperweit vernetzten Faszie. Ausserdem lernen Sie, wie Sie ihre Klient*innen in die Selbstwahrnehmung (Introspektion) führen können und anhand der wahrnehmbaren inneren Bewegung den Harmonisierungsbedarf einzuschätzen und zu verbalisieren. Wahrgenommene und begleitete innere Bewegung wird zu freierer äusserer Bewegung und Ausdruck.
Kursinhalte
Tensegrity als Bauprinzip: knöcherne Brücken und fasziale Gurte – kompressive Elemente und ihre Spannungslinien
Funktionell-dynamsiche Anatomie der langen Gurtungsbahnen im Bewegungsapparat
Strukturelle Fasziengurtungen und propriozeptive Spannungssteuerung
Interozeption als Orientierung und Entwicklungsmöglichkeit
Regionale Anatomie der Septen und Kompartments
Spannungszüge durch den Körper verfolgen: mittels Kompensationsketten-Analyse sinnvolle Behandlungskombinationen erstellen
Praktisches Arbeiten:
Angeleitete Inspektion und Palpation
Angeleitetes Ausführen der unterschiedlichen faszientherapeutischen Techniken wie Positional Release, indirekte und kombinierte Faszientechniken
Kursziele
Sie kennen die funktionell-dynamsiche Anatomie der langen Gurtungsbahnen im Bewegungsapparat (anterior, posterior, lateral und spiralig).
Sie kennen den grundlegenden faszialen Aufbau.
Sie kennen die wichtigsten Funktionen der körperweiten Faszie.
Sie kennen das Organisations- und Bauprinzip Tensegrity.
Sie können anhand der Kompensationsketten-Analyse einen Befund erstellen und daraus einen Behandlungsplan ableiten.
Sie verfeinern Ihre Palpation auf die unterschiedlichen Eindrücke der faszialen Textur.
Sie entwickeln Sicherheit in der Wahrnehmung der inneren Bewegung (therapeutischer Puls).
Sie können die Wahrnehmung des therapeutischen Pulses bezüglich des Harmonisierungsbedarfs einschätzen.
Sie können die Selbstwahrnehmung der Klient*innen begleiten, unterstützen und verbalisieren.
Sie können unterschiedliche faszientherapeutische Techniken individuell angepasst in die Behandlung einfliessen lassen und diese fachgerecht anwenden.
Methoden
Vermitteln der Theorie unter Einbezug verschiedener Hilfsmittel / Medien.
Praktisches Üben der Inspektion, Palpation und der faszientherapeutischen Techniken unter Anleitung.
Reflektieren der Reaktionen und Wahrnehmungen während der Praxissequenzen in der Gruppe.
Der Unterrichtsinhalt wird von einem ausführlichen Skript begleitet.

 

 
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